SPIEL 3 AM FREITAG: WER HOLT SICH DEN MATCHBALL?

Es ist mal wieder Playoff-Zeit in der Würzburger Turnhölle: Die Fitness First Würzburg Baskets haben sich durch ihren 69:54-Erfolg in Spiel 1 des Viertelfinales gegen die Telekom Baskets Bonn vorerst den Heimvorteil in der Serie gesichert und können mit zwei Siegen am Freitagabend und am Pfingstsonntag in der tectake ARENA zum dritten Mal in Folge in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einziehen. Der Sieger der Partie am Freitag holt sich einen Matchball, die unterlegene Mannschaft steht am Sonntagnachmittag mit dem Rücken zur Wand. Hochspannung und Gänsehaut-Atmosphäre sind also bei beiden Spielen garantiert. 

Für beide Viertelfinal-Heimspiele sind noch Tickets im Onlineshop und voraussichtlich ab 90 Minuten vor dem Sprungball auch an der Abend- und Tageskasse der tectake ARENA erhältlich. Sprungball zu Spiel 3 ist am Freitag um 20:30 Uhr, die Begegnung wird für Abonnenten wie gewohnt live bei Dyn übertragen. Kommentator ist Chris Schmidt, der von Akeem Vargas als Experte unterstützt wird. Spiel 4 der Serie beginnt am Sonntag um 16:30 Uhr in der Turnhölle und wird nicht nur live bei Dyn, sondern auch frei empfangbar bei welt.tv zu zu sehen sein (Kommentar: Chris Schmidt / Experte: Patrick Femerling).

Verteidigung und Rebounds – das waren in den beiden ersten Partien jeweils die Schlüssel zum Sieg. In Spiel 1 ließen die Baskets nur 54 Bonner Punkte zu und gewannen das Rebound-Duell mit 46:36 deutlich. Das führte zu 16 Abschlüssen mehr auf Würzburger Seite, 19 Punkte nach Offensivrebounds waren in einer wahren Defensivschlacht der entscheidenden Statistikwert.

In Spiel 2 holten die Bonner 39 Rebounds, die Baskets 32. Dazu kam die starke Verteidigung der Gastgeber im Telekom Dome, der in diesem Jahr als "Home of Defense" bezeichnet wird. Fast jeder Würzburger Korberfolg musste von Marcus Carr und Co. im Eins-gegen-Eins hart erarbeitet werden, Bonn gewann die Partie mit 20 Assists (Würzburg 7) und der deutlich besseren Trefferquote aus dem Zweierbereich.

Bonner Topscorer in beiden Begegnungen war Joel Aminu (14 Punkte im Schnitt), in Spiel 2 bekam er Unterstützung von Kapitän Michael Kessens (15 Punkte), Jeff Garrett (15 Punkte) und Alijah Comithier (15 Punkte/2 Dreier), die von Spielmacher Grayson Murphy mit 8 Korbvorlagen immer wieder gut in Szene gesetzt wurden.

Das Erfolgsrezept für die beiden Heimspiele: „Es geht mehr um uns und weniger um das, was Bonn macht. Wir haben jetzt den Heimvorteil, müssen zuhause härter spielen und auch wieder weniger Offensivrebounds zulassen“, sagte Johnathan Stove nach Spiel 2.

Was in den Playoffs mit 3000 eigenen Fans im Rücken möglich ist, haben die Fitness First Würzburg Baskets in den vergangenen beiden Jahren bewiesen: Sechs der sieben Playoff-Heimspiele konnten sie für sich entscheiden, die einzige Playoff-Niederlage in der Turnhölle gab es im Halbfinale 2024 gegen den FC Bayern München Basketball. Von insgesamt elf Playoff-Begegnungen in eigener Halle seit 2012 haben die Baskets acht gewonnen.

Sollte die Serie nach Spiel 4 am Sonntag noch nicht entschieden sein, findet das entscheidende fünfte Spiel am kommenden Mittwoch wieder im Bonner Telekom Dome statt.

FOTO: studiozudem.de / Viktor Meshko