BASKETS FINDEN KEIN REZEPT GEGEN TRIERS DREIERREGEN

Im Kampf um die Playoffplätze der easyCredit BBL haben die Fitness First Würzburg Baskets einen Rückschlag hinnehmen müssen. Im Auswärtsspiel des 27. Spieltags unterlagen sie bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 90:102 (39:45). Entscheidend war die starke Dreierquote der Gastgeber in den ersten drei Vierteln (64 Prozent), als auch schwierige Würfe von außen immer wieder im Würzburger Korb landeten. Die Baskets liefen fast von Beginn an einem Rückstand hinterher, den Trier mit seinem Dreier-Regen im Verlauf der zweiten Halbzeit zeitweise auf 19 Zähler ausbauen konnte.

Die Gäste steckten trotzdem nicht auf, kämpften bis zur letzten Sekunde und sicherten sich so live bei Dyn zumindest noch den direkten Vergleich – das Hinspiel hatten die Fitness First Würzburg Baskets mit 102:83 gewonnen. Topscorer der Partie war wieder einmal Marcus Carr mit 25 Punkten, außerdem trafen auf Würzburger Seite Davion Mintz (20), Brae Ivey (15) und Charlie Thompson (13) zweistellig. Weiter geht es mit dem Oster-Heimspiel gegen RASTA Vechta am Samstag um 20 Uhr in der tectake ARENA, für die Partie sein noch Tickets im Onlineshop verfügbar.

Davion Mintz war beim ersten Würzburger Auftritt in der Trierer SWT-Arena nach über zwölf Jahren wieder mit dabei, Christian Skladanowski musste krank zuhause bleiben und wurde in der Startformation durch David Muenkat ersetzt. Die Start-Fünf schien trotz neun Tagen Pause offensiv auch gleich einen guten Rhythmus zu haben – Marcus Carr und Davion Mintz trafen die ersten drei Würzburger Drei-Punkte-Würfe.

Trotzdem lagen die Baskets nach dreieinhalb Minuten mit 14:9 hinten, weil sie der Heimmannschaft durch mehrere Ballverluste in die Karten spielten. Trier überbrückte das Spielfeld mehrere Male innerhalb weniger Sekunden und traf per Korbleger, dazu kamen die ersten beiden Dreier von Jordan Roland und George King. Diese frühe Führung konnten die Gastgeber dann bis zum Schluss verteidigen, obwohl die Filipovski-Schützlinge sage und schreibe 18 Offensivrebounds holten und zwölf Punkte mehr aus zweiten Chancen erzielten als Trier.

Das lag daran, dass die heimstarke Trierer Mannschaft von der Dreierlinie in den ersten drei Vierteln einen echten Sahnetag erwischt hatte: Urald King und George King trafen jeweils vier von vier, Jordan Roland vier von sieben und und Behnam Yakhchali drei von neun Drei-Punkte-Würfen. Die Baskets halfen den Gastgebern außerdem mit insgesamt 16 Ballverlusten - sieben davon im ersten Viertel, das mit 21:17 an Trier ging.

In der ersten Halbzeit gelang es den Gästen dank zwölf Offensivrebounds und den daraus resultierenden Zusatzchancen, den Rückstand in Grenzen zu halten, beim Spielstand von 45:39 für Trier ging es in die Pause. Zehn Tage zuvor lagen die Baskets in Oldenburg beim Seitenwechsel ebenfalls mit sechs Zählern hinten und drehten die Partie dank starker Verteidigung in der zweiten Halbzeit.

Das gelang dieses Mal nicht, weil Trier seine Dreierquote im dritten Viertel noch weiter nach oben schrauben und 37 Punkte auf das Scoreboard schreiben konnte – drei mehr als Oldenburg in der gesamten zweiten Halbzeit. Acht von zehn Drei-Punkte-Würfen der Gladiators im dritten Abschnitt waren erfolgreich, der Vorsprung wuchs dadurch auf 82:64 an. Auf Würzburger Seite hielten Marcus Carr, Davion Mintz, Brae Ivey und Charlie Thompson dagegen, die zusammen 73 der 90 Würzburger Punkte erzielten.

Zu Beginn des Schlussviertels erhöhte Marten Linßen den Abstand auf 19 Zähler, so dass auch der direkte Vergleich noch einmal in Gefahr zu geraten schien. Das konnten die Baskets durch großen Kampf und erfolgreiche Verteidigungsaktionen verhindern – unter anderem traf Trier im Schlussabschnitt nur noch einen weiteren Dreier. Kleiner als zwölf Zähler wurde der Würzburger Rückstand in den letzten neun Spielminuten zwar nicht – das genügte nach dem 19-Punkte-Sieg im Heimspiel gegen Trier aber, um den direkten Vergleich zu sichern. 


VET-CONCEPT Gladiators Trier – Fitness First Würzburg Baskets 102:90
(21:17, 24:22, 37:25, 20:26)

Für Würzburg spielten:
Marcus Carr 25 Punkte/4 Dreier (6 Assists), Davion Mintz 20/5, Brae Ivey 15/2 (4 Steals), Charlie Thompson 13 (6 Rebounds), Eddy Edigin 6, Alen Pjanic 5/1 (6 Rebounds), David Muenkat 4, Lukas Herzog 2, Johnathan Stove, Marko Petric.

Top-Performer Trier:
Jordan Roland 20/4, Urald King 18/4 (7 Rebounds), George King 16/4 (3 Steals/3 Blocks).


Key Stats:
Dreierquote: Würzburg 35 Prozent – Trier 55 Prozent
Assists: Würzburg 17 – Trier 26
Blocks: Würzburg 2 – Trier 5


Stimmen zum Spiel

Eddy Edigin, Kapitän Fitness First Würzburg Baskets:
„Man darf sich vom Spielstand nicht beirren lassen und muss immer weiterspielen. Wir arbeiten hart und gehen immer davon aus, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Respekt daher auch an unsere Mannschaft, weil wir bis zum Ende gekämpft haben. Es ist natürlich ärgerlich, wenn man 22 Sekunden lang gut verteidigt und dann einen wilden Dreier reinkriegt. Das tut schon weh.“ 

FOTO: eibner Pressefoto / Alexander Neis