STARKE DREIERQUOTE BEIM 98:88- HEIMSIEG GEGEN DIE NINERS

Die Fitness First Würzburg Baskets haben den dritten Heimsieg innerhalb von neun Tagen eingefahren, und das in drei verschiedenen Wettbewerben. Nach den Erfolgen gegen den SYNTAINICS MBC im Netto BBL Pokal und gegen MZT Skopje Aerodrom im FIBA Europe Cup gelang der Mannschaft von Headcoach Saša Filipovski am Montagabend in der easyCredit BBL ein 98:88-Sieg gegen die NINERS Chemnitz. Vor rund 2500 Zuschauenden in der tectake ARENA holten sich die Baskets bereits im ersten Viertel einen zweistelligen Vorsprung (27:17), den sie im weiteren Spielverlauf unter anderem dank einer sehr starken Dreierquote live bei Dyn auf bis zu 22 Zähler ausbauen konnten (77:55).

Die Gäste aus Sachsen starteten im Schlussabschnitt eine Aufholjagd und kamen noch einmal gefährlich nahe heran (86:83), in der Schlussphase trafen die Baskets aber wieder die wichtigen Würfe und ließen sich den verdienten Heimsieg nicht mehr nehmen. „Wir lagen fast die gesamte Spielzeit in Führung, deswegen war es ein verdienter Sieg für uns“, sagte Filipovski nach dem Spiel. Topscorer der Partie mit jeweils 17 Punkten waren Max Jones (5/6 Dreier) auf Würzburger und Stefan Smith auf Chemnitzer Seite.

Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets bereits am Mittwochabend mit dem vierten Heimspiel in Folge: Dann ist Dziki Warschau im FIBA Europe Cup zu Gast. Sprungball in der tectake ARENA ist um 19 Uhr, Tickets aller Kategorien gibt es im Onlineshop.

Es war ein Sieg der gesamten Mannschaft: Gleich sieben Baskets-Spieler punkteten zweistellig beim dritten Sieg in Folge gegen die NINERS Chemnitz, alle zehn eingesetzten Spieler trugen sich bereits in der ersten Halbzeit in die Scorerliste ein.  Es gab nur drei Führungswechsel, alle im ersten Viertel. Die Baskets lagen ab der 7. Minute durchgehend in Front.

Die Gäste aus Sachsen hatten zu Beginn des Spiels mehr Erfolg bei ihren Offensivaktionen und lagen nach gut zwei Minuten mit 2:6 vorn, dann holte Eddie Colbert einen Offensivrebound und traf kurze Zeit später den ersten von fünf Würzburger Drei-Punkte-Würfen im ersten Abschnitt zum 5:6.

Die erste Baskets-Führung (7:6, 4. Minute) erzielte Charles Thompson per Tip-In, Brandon Tischler sorgte nach dem nächsten Offensivrebound kurze Zeit später für einen 13:9-Vorsprung (6. Minute). Ein Dreier von Mateo Seric und ein Korbleger von Cobe Williams drehten den Spielstand zwar noch einmal (13:14, 7. Minute), in den verbleibenden dreieinhalb Minuten des ersten Viertels drehten die Hausherren dann aber richtig auf.

Erst holte Marvin Ogunsipe die Führung für die Baskets per Korbleger zurück, dann versenkten Max Jones, Calvin Wishart (2) und Kapitän Alen Pjanic vier Dreier in Folge und sorgten damit nicht nur für beste Stimmung auf den Rängen, sondern auch für einen zweistelligen Abstand nach zehn Minuten (27:17).

Im zweiten Abschnitt regnete es weiter Treffer aus der Distanz – Lukas Herzog, Calvin Wishart, Max Jones (2) und Kenny Dye trafen die nächsten fünf Würzburger Dreier zum Zwischenstand von 48:36 in der 17. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber zehn von zwölf aus der Distanz getroffen (83,3 Prozent), beim Seitenwechsel waren es zehn von vierzehn. Deswegen lagen die Baskets zwischenzeitlich mit 16 Zählern vorn (45:29), bis zur Pause konnten die NINERS diesen Rückstand aber halbieren (50:42).

Im dritten Viertel zogen die Baskets aber wieder davon, nachdem der Start in die zweite Halbzeit so gut gelang wie seit längerer Zeit nicht mehr. Zwei erfolgreiche Aktionen der Gäste konterte die Heimmannschaft mit einem 8:0-Lauf zum Zwischenstand von 60:47 (24. Minute).

Im weiteren Verlauf des dritten Abschnitts wollten die Dreier zwar nicht mehr so häufig fallen wie in der ersten Halbzeit, dafür kamen die Hausherren immer wieder mit Korblegern zum Abschluss und bauten ihren Vorsprung damit immer weiter aus. In der 28. Minute sorgte Marvin Ogunsipe von der Freiwurflinie für die höchste Würzburger Führung der Partie (77:55 – 22 Punkte), beim deutlichen Spielstand von 77:57 ging es in die letzte Viertelpause.

Entschieden war die Begegnung damit aber noch lange nicht – Chemnitz erhöhte die Intensität, traf im Schlussabschnitt schwierige Würfe und konnte außerdem immer wieder mit Freiwürfen punkten (11 von 14 im vierten Viertel). Nach dreieinhalb Minuten im Schlussabschnitt hatten die Gäste mit einem 11:2-Zwischenspurt auf 79:68 verkürzt, dreieinhalb Minuten vor Ende der Begegnung traf Stefan Smith am Ende eines 10-0-Laufs der NINERS einen Dreier zum 86:83.

In dieser entscheidenden Phase der Partie konnten die Baskets sich das Momentum durch starke Verteidigungsaktionen aber rechtzeitig wieder zurückholen – die nächsten drei Chemnitzer Dreier und zwei Freiwürfe gingen daneben, sodass Sam Griffin mit einem „Big Shot“ mit ablaufender Uhr von der Dreierlinie zum 90:83 für die Vorentscheidung sorgen konnte.

In den verbleibenden 109 Sekunden schraubten Kenny Dye und Brandon Tischler den Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich (94:83), danach geriet der verdiente Heimsieg nicht mehr in Gefahr. 
 

STIMMEN ZUM SPIEL


Saša Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an meine Spieler und wie immer danke an unsere Fans, dieser Sieg ist für sie. Wir haben als Team gespielt und die Spieler haben sich an den Gameplan gehalten. Wir haben drei wirklich gute Viertel gespielt, im letzten Viertel hat sich dann unsere Unerfahrenheit gezeigt. Chemnitz ist wieder auf drei Punkte herangekommen, weil wir Freiwürfe nicht getroffen und den Ball ein paar Mal verloren haben. Chemnitz hat in der Schlussphase auch schwierige Würfe getroffen und es uns schwer gemacht. Trotzdem ist es für mich ein verdienter Sieg, denn wir lagen fast die gesamte Spielzeit in Führung. Chemnitz hat eine starke und erfahrene Mannschaft, die im EuroCup schon drei Spiele gewonnen hat. Deswegen ist das ein sehr großer Sieg für uns.“

Rodrigo Pastore, Headcoach NINERS Chemnitz:
„Erst einmal Kompliment an Würzburg. Es war offensiv und von der Effizienz her wahrscheinlich ihr bestes Spiel bisher in dieser Saison. Sie haben uns auch im Eins gegen Eins und aus der Mitteldistanz geschlagen. Ich bin enttäuscht mit unserem Einsatz. Wir haben zuletzt stark gespielt, vier der letzten fünf Spiele gewonnen und unsere Gegner unter 70 Punkten gehalten. Es ist wahrscheinlich gut, dass wir wieder zurück auf den Boden kommen und verstehen, dass wir immer so kämpfen müssen wie in den letzten Spielen. Wir hatten heute oft keine gute Kommunikation und es gab zu viele Gelegenheiten, in denen der Gegner zu einfach punkten konnte. Dann bekommen sie natürlich Selbstvertrauen und fangen an, auch schwierige Würfe zu treffen. Auf der anderen Seite hatten wir gute fünf Minuten im vierten Viertel, als wir es geschafft haben, wieder auf drei Punkte heranzukommen. Dann hatten wir zwei Ballverluste und haben in der Verteidigung nicht gut genug kommuniziert, um in den richtigen Positionen zu sein. Insgesamt haben wir heute sehr viele offene Würfe zugelassen, weil wir bei den Ballscreens Probleme hatten. Wir sollten uns darüber klar sein, wie man in der BBL in jedem einzelnen Spiel spielen muss, nämlich physisch und mit der nötigen Intensität. Das habe ich heute einfach nicht bei allen meinen Spielern gesehen. Außerdem haben wir nicht mit der Team-Mentalität gespielt, die wir haben müssen. Das ist enttäuschend, weil wir zuletzt Schritte nach vorn gemacht haben. Heute war es ein Schritt zurück, aber wir werden daraus lernen.“


Fitness First Würzburg Baskets – NINERS Chemnitz 98:88
(27:17, 23:25, 27:15, 21:31)

Für Würzburg spielten:
Max Jones 17 Punkte/5 Dreier, Kenny Dye 14/1 (6 Assists), Charles Thompson 14 (4 Steals), Calvin Wishart 11/3, Eddie Colbert 11/1, Sam Griffin 10/2, Brandon Tischler 10 (8 Rebounds), Marvin Ogunsipe 5, Alen Pjanic 3/1, Lukas Herzog 3/1.

Top-Performer Chemnitz:
Stefan Smith 17/3 (5 Assists/4 Steals), Ben Burnham 16/2, Nighael Ceaser 14, Phlandrous Fleming Jr. 13/2.

Key Stats: 
Dreier: Würzburg 56 Prozent - Chemnitz 39 Prozent 
Ballverluste: Würzburg 14 – Chemnitz 20 

FOTO: studiozudem.de / Viktor Meshko