SCHWACHES DRITTES VIERTEL UND KLARE NIEDERLAGE IN ROSTOCK

Die Fitness First Würzburg Baskets haben am Samstag ihre erste Auswärtsniederlage der Saison in der easyCredit BBL  einstecken müssen. Vor gut 3.700 Zuschauenden in der StadtHalle Rostock fiel die Entscheidung nach einer relativ ausgeglichen ersten Halbzeit im dritten Viertel, in dem die Mannschaft von Headcoach Saša Filipovski gleich zwei 15:0-Läufe zuließ und selbst nur sechs Punkte erzielen konnte. Die ROSTOCK SEAWOLVES lagen nach 30 Minuten mit 75:46 vorn, bauten den Vorsprung im Schlussabschnitt auf über 40 Punkte aus und gewannen deutlich mit 101:62 (40:35).

Topscorer der Begegnung waren TJ Crockett (18 Punkte) und Zach Copeland (16), auf Würzburger Seite trafen die beiden Spielmacher Calvin Wishart (12) und Kenny Dye (12) zweistellig. „Wir wollen eigentlich immer hart verteidigen, das haben wir heute nicht getan. Rostock war auch physischer als wir“, sagte Dye hinterher im Interview mit Heiko Schaffartzik live bei Dyn.

Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets mit dem nächsten Auswärtsspiel im FIBA Europe Cup am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in Thessaloniki. Am kommenden Wochenende geht es im Achtelfinale des Netto BBL Pokals zuhause gegen den SYNTAINICS MBC. Sprungball zum Familienspieltag im Pokal ist am Sonntag um 15 Uhr in der tectake ARENA, Tickets für das Pokalduell sind im Onlineshop verfügbar.

(Ausführlicher Spielbericht folgt)


Stimmen zum Spiel

Kenny Dye, Fitness First Würzburg Baskets:
„Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht und waren bis zur Pause im Spiel. Am Anfang des dritten Viertels sind die Rostocker dann heißgelaufen, das hat uns wehgetan. Danach ging es richtig bergab, aber wir werden wieder auf die Beine kommen. Wir konnten im dritten Viertel nicht scoren und haben außerdem hinten keine Stopps bekommen. Wir wollen eigentlich immer hart verteidigen, das haben wir heute nicht getan. Rostock war auch physischer als wir, das mag unser Coach überhaupt nicht. Wir müssen uns das Spiel im Video anschauen und daraus lernen. Wir dürfen uns aber auch nicht zu lange damit beschäftigen, weil wir viele Spiele hintereinander haben.“ 

Owen Klassen, ROSTOCK SEAWOLVES: 
„Wir sind nicht gut gestartet und haben in der ersten Halbzeit Fehler gemacht. Im dritten Viertel haben wir den Druck erhöht. Wir haben Stopps bekommen und waren in der Lage, schnell nach vorn zu spielen, dadurch hatten wir dann das Momentum.“ 

Saša Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets: 
„Der Unterschied war die zweite Halbzeit, insbesondere das dritte Viertel. Da haben wir unsere Konzentration und Physis vermissen lassen, und Rostock war deutlich physischer als wir. Dadurch haben wir keinen Weg gefunden zu punkten. Wir haben die Freiwürfe nicht getroffen und einige Male den Ball verloren. Außerdem konnten wir TJ Crockett und Zach Copeland im dritten Viertel nicht stoppen. Wir haben noch nicht genug Erfahrung, um dagegenzuhalten. Unser Boot ist mehr und mehr leckgeschlagen und langsam gesunken. Insofern Glückwunsch an Rostock, sie sind ein physisches und sehr erfahrenes Team. Wir müssen aus dieser Niederlage lernen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“ 

Przemyslaw Frasunkiewicz, Headcoach ROSTOCK SEAWOLVES:
„Wir hatten einen schwierigen Start. Wir haben nicht zusammengespielt und waren meist einen Schritt zu langsam. Es hat etwas gedauert, bis wir defensiv besseren Zugriff bekamen. Dadurch kam auch unsere Offensive besser ins Laufen. Die Saison wird sehr schwer. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir alle zwölf Spieler einsetzen konnten.“ 
 

ROSTOCK SEAWOLVES – Fitness First Würzburg Baskets 101:62 
(19:21, 21:14, 35:6, 26:21) 

Für Würzburg spielten: 
Calvin Wishart 12 Punkte/2 Dreier (5 Assists), Kenny Dye 12/1, Brandon Tischler 8, Max Jones 7/2, Marko Petric 6, Sam Griffin 5 (3 Steals), Charles Thompson 4 (8 Rebounds), Lukas Herzog 3, Leo Saffer 3, Eddie Colbert 2. 

Top-Performer Rostock: 
TJ Crockett 18/4, Zach Copeland 16/3, Artur Konontsuk 12, Owen Klassen 10 (6 Rebounds), Robin Amaize 7/1 (7 Rebounds.). 


Key Stats: 
Trefferquote aus dem Feld: Würzburg 31 Prozent – Rostock 61 Prozent 
Rebounds: Würzburg 29 – Rostock 41 
Assists: Würzburg 8 – Rostock 18 

FOTO: Fotoland / Voelker