Marcel Schröder freut sich nach eigener Aussage auf jedes Heimspiel vor großer Kulisse in Würzburgs Basketball-Tempel. Trotzdem ist auch für den jungen Trainer der s.Oliver Baskets das Duell mit Nationaltrainer Dirk Bauermann und seinem bisher ungeschlagenen FC Bayern München etwas besonders: „Die sportliche Herausforderung ist natürlich riesengroß. Immerhin messen wir uns mit dem stärksten Team der Liga“, so Schröder.
Fast auf den Tag genau vor drei Jahren, am 27. Oktober 2007, kam es in der Würzburger Heuchelhofhalle schon einmal unter fast identischen Voraussetzungen zum Duell Baskets gegen Bayern. In ihrer Premierensaison in der Regionalliga Südost trafen „Brazzo“ Henneberger und die Würzburg Baskets am 5. Spieltag auf den großen Liga-Favoriten, profitierten von der unglaublichen Atmosphäre in der engen Halle und besiegten die Basketball-Bayern knapp mit 78:76.
Drei Jahre später und zwei Ligen höher treffen beide Vereine erneut aufeinander: Die s.Oliver Baskets, mit vier Siegen und nur einer Niederlage als Aufsteiger mehr als respektabel in die ProA gestartet, empfangen den mit bundesliga-erfahrenen Spielern gespickten Meisterschafts-Aspiranten, der in dieser Saison nur ein Ziel hat: Den Aufstieg in die Beko BBL.
Kein Zweifel, dass die 2.800 Würzburger Zuschauer in der ausverkauften Halle – aus München kommen 200 Fans - wie ein Mann hinter den Baskets stehen werden. „Wir hatten aber auch schon gegen Ende der letzten Saison, als es um den Aufstieg ging, große Heimkulissen und eine tolle Unterstützung durch unsere Fans. Ich bin gespannt, ob sich das am Samstag noch toppen lässt“, so Schröder.
Dass der Gegner nicht unbesiegbar ist, zeigte sich im Heimspiel des FC Bayern München am 5. Spieltag gegen die Niners aus Chemnitz: Darius Hall, Aleksandar Nadjfeji und Co. mussten lange zittern, ehe ihnen – unter den Augen von Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, der den Gästen anschließend ein großes Kämpferherz bescheinigte – ein knapper 63:60-Sieg gelang. Bayern-Trainer Dirk Bauermann hatte „sowohl defensiv als auch offensiv das schlechteste Spiel der Saison“ gesehen und versprach: „Ich bin mir sicher, dass in Würzburg ein andere Mannschaft des FC Bayern München zu sehen sein wird.“
Nach schweren Verletzungen der beiden Nationalspieler Demond Greene und Steffen Hamann waren die Münchner zu Nachverpflichtungen gezwungen, neben Power Forward Chad Prewitt verstärkt seit zwei Wochen mit Robert Garrett ein früherer Würzburger den Bayern-Kader. „Durch die Verletzungen sind die Bayern sicherlich etwas geschwächt. Das Hauptproblem dürfte sein, dass die Ergänzungsspieler nach so kurzer Zeit noch nicht richtig mit dem Team harmonieren. Außerdem ist gegen den FC Bayern jede Mannschaft natürlich doppelt motiviert“, sagt Marcel Schröder.
Er erwartet, dass es am Samstag besonders unter den Körben richtig zur Sache gehen wird: Chris Heinrich, Sascha Kesselring, Lars Buss, Ivan Elliott und Torvoris Baker bekommen es mit der geballten Erfahrung von Darius Hall (207 BBL-Spiele), Aleksandar Nadjfeji (310 BBL-Spiele), Robert Maras (181 BBL-Spiele) und Chad Prewitt (151 BBL-Spiele) zu tun. „Für unsere langen Leute wird es eine echte Herausforderung, sich individuell mit diesen Spielern zu messen“, so Schröder.
Eine wichtige Information für alle Zuschauer, die keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen: Am Samstag steht auch der Parkplatz des Edeka-Frischemarkts Trabold in der Randersackerer Straße 53 zur Verfügung.
Wer keine Karten mehr für das Spiel des Jahres ergattert hat, kann sich schon jetzt sein Ticket für die beiden November-Heimspiele der s.Oliver Baskets sichern. Am 13. November empfangen die Würzburger den amtierenden ProA-Vizemeister Cuxhaven BasCats, zwei Wochen später den USC Freiburg. Tickets im Vorverkauf wie immer online unter „<link http: tickets.soliver-baskets.de external-link-new-window external link in new>tickets.soliver-baskets.de“, im Basketball-Fachgeschäft „Baller's Planet“ in der Karmelitenstraße, in allen Geschäftsstellen der Mediengruppe Main-Post und in den Filialen der VR-Bank Würzburg.

