Fünfmal zuhause, dreimal auswärts: Die Fitness First Würzburg Baskets haben auf der Zielgeraden der easyCredit BBL gute Karten, um sich zum dritten Mal in Folge direkt für das Playoff-Viertelfinale der easyCredit BBL zu qualifizieren. Das erste der verbleibenden fünf Heimspiele findet am Karsamstag um 20 Uhr in der tectake ARENA statt. Gegner ist RASTA Vechta, das vier seiner letzten fünf Spiele gewonnen hat und die Play-Ins fest im Visier hat.
Das Oster-Heimspiel in der Turnhölle wird präsentiert von der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen als „Sponsor of the Day“, im Onlineshop sind noch Tickets aller Kategorien verfügbar. Für Abonnenten wird die Begegnung wie gewohnt live bei Dyn übertragen, Kommentatoren sind Florian von Stackelberg und Sebastian „C-Bas“ Meichsner.
Das Hinrunden-Duell im RASTA Dome in Vechta war eine extrem spannende Angelegenheit und konnte von den Fitness First Würzburg Baskets im Januar trotz der hohen Belastung durch die Play-Ins der Basketball Champions League und ohne ihren MVP-Kandidaten Marcus Carr nach Verlängerung mit 104:100 gewonnen werden.
Vechtas Topscorer Alonzo Verge Jr. erzielte 27 Punkte und erzwang 0,6 Sekunden vor dem Ende die Overtime, in der Brae Ivey (25 Punkte), Davion Mintz (18) und Charles Thompson (13) den Auswärtssieg klarmachen konnten.
Die Niedersachsen liegen aktuell auf dem elften Tabellenplatz, bestreiten am Donnerstagabend aber noch ein Heimspiel gegen die BMA365 Bamberg Baskets. Am vergangenen Wochenende mussten die RASTA-Männer sich beim SYNTAINICS MBC mit 82:90 geschlagen geben, nachdem sie davor durch vier Siege in Serie wieder in Reichweite der Play-In-Plätze kamen.
Mit Ausnahme eines knappen 80:78-Heimsiegs gegen die NINERS Chemnitz wusste das Team von Headcoach Christian Held dabei vor allem offensiv zu überzeugen: Gegen Jena gelangen 101 Punkte, gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg sogar 121 - und das ohne Verlängerung.
Stolze 39 Punkte im dritten Viertel waren nah dran an einem neuen Liga-Rekord, in der zweiten Halbzeit erzielte Vechta gegen Ludwigsburg insgesamt erstaunliche 70 Zähler in 20 Minuten. In den folgenden beiden Partien kühlte die RASTA-Offensive mit 80 Zählern gegen Chemnitz und 82 Punkten beim SYNTAINICS MBC allerdings wieder etwas ab.
Über die gesamte Saison gesehen liegt das Team von Headcoach Christian Held vor dem 27. Spieltag mit 87 Punkten im Schnitt auf Rang vier der Liga, bei der Dreierquote (37,1 Prozent) auf Platz drei und bei der Effizienz auf Rang fünf der easyCredit BBL. Topscorer bei RASTA Vechta ist Alonzo Verge Jr. mit 18,2 Punkten pro Partie, das ist aktuell der drittbeste Wert aller BBL-Spieler.
Bekanntester Spieler im Kader von RASTA Vechta ist aber der 109-fache deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß, der zuletzt verletzt fehlte. Er ist inzwischen 36 Jahre alt und hat in Deutschland und Europa so gut wie alles gewonnen, was es auf Klubebene zu gewinnen gibt.
In seinem Basketball-Lebenslauf stehen unter anderen drei Pokalsiege und drei Deutsche Meisterschaften mit Bamberg, außerdem drei türkische Meisterschaften und zwei Titel in der EuroLeague mit Anadolu Efes Istanbul, für die der 2,18-Meter-Mann von 2018 bis 2024 gespielt hat.
Vechta verpflichtete Pleiß Anfang Dezember, in seinen ersten 15 BBL-Partien nach 13 Jahren in Spanien, der NBA und der Türkei erzielte der 36-Jährige im Schnitt 11,3 Punkte und holt 5,0 Rebounds. Er ist einer von gleich sechs Vechta-Akteuren, die im Schnitt zweistellig punkten.
Von bisher vierzehn BBL-Partien gegen RASTA Vechta konnten die Baskets acht für sich entscheiden, darunter fünf der letzten sieben. In der Turnhölle gelangen in sechs Heimspielen allerdings erst zwei Siege.


