KLARER HEIMSIEG ZUM AUFTAKT DES SAISON-ENDSPURTS

Die Fitness First Würzburg Baskets sind dank einer starken Defensiv-Leistung mit einem Heimsieg in die entscheidende Phase der easyCredit BBL-Hauptrunde gestartet. Am 22. Spieltag gab es in der ausverkauften tectake ARENA einen verdienten 81:69-Erfolg gegen die NINERS Chemnitz. Die Gastgeber holten sich am Freitagabend die vorentscheidende Führung bereits im ersten Viertel (19:15), bauten den Vorsprung im dritten Abschnitt auf zehn Zähler aus (63:53) und ließen trotz Foulproblemen auf der Centerposition auch in der Schlussphase live bei Dyn nichts mehr anbrennen.

Topscorer der Begegnung waren Davion Mintz (28 Punkte/4 Dreier) und Marcus Carr (23/3). „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit einem Sieg aus der Pause gekommen sind. Wir haben heute viel Konzentration und Einsatz gebraucht, vor allem in der Verteidigung“, sagte Headcoach Sasa Filipovski, dessen Vertragsverlängerung bis 2029 kurz vor dem Sprungball bekannt gegeben wurde. Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets bereits am Sonntagnachmittag mit dem Spitzenspiel des 23. BBL-Spieltags: Um 16:30 Uhr geht es in der Max Schmeling-Halle gegen ALBA BERLIN. Am Dienstag treten die Baskets in der „Round of 16“ der Basketball Champions League bei Asisa Joventut Badalona in Spanien an, am kommenden Samstag (14. März / 18:30 Uhr) sind die Telekom Baskets Bonn zum nächsten BBL-Spitzenduell in der tectake ARENA zu Gast.

Viel lauter als kurz vor dem Sprungball wurde es in der ausverkauften Turnhölle nicht mehr: Headcoach Sasa Filipovski waren bei der Verkündung seiner Vertragsverlängerung die Emotionen über den großen Jubel deutlich anzumerken. Danach waren es zunächst die Gäste, die in einem von Beginn an intensiven Kampfspiel konzentrierter waren und an beiden Enden des Parketts die besseren Aktionen hatten - der Bulgare Yordan Mintchev traf in der 2. Minute einen Dreier zum Zwischenstand von 2:6.

Auch im weiteren Verlauf der Partie nahmen die Chemnitzer viele Würfe von außen, weil die Baskets-Verteidigung in Korbnähe wenig bis nichts zuließen. Da ihre Dreierquote aber durchgehend unter 30 Prozent blieb, konnte die Heimmannschaft mit einer deutlich besseren Ausgewogenheit bei ihren Angriffen den frühen Rückstand nicht nur aufholen, sondern in eine 19:15-Führung nach dem ersten Viertel verwandeln - Davion Mintz traf seinen ersten Dreier zum 12:7 und hatte nach zehn Minuten bereits neun Punkte auf dem Konto.

Abschnitt Nummer zwei begann mit einem Dreier von Lukas Herzog zum 22:15. Die NINERS hielten weiter dagegen, kamen in dieser Phase besser zum Korb und glichen in der 5. Minute durch Spielmacher Corey Davis zum 28:28 aus. In der 17. Minute gingen die Gäste durch zwei Korbleger von Kostja Mushidi und Roman Bedime wieder in Führung,

Davion Mintz drehte den Spielstand aber postwendend mit seinem zweiten Dreier (35:34). Der fünfte war gleichzeitig der letzte Führungswechsel des Spiels, Brae Ivey und Charles Thompson sorgten anschließend für die 39:34-Halbzeitführung. Den größten Unterschied machten dabei - wie im gesamten Spiel - die Zahl der Ballverluste aus: Die Baskets hatten sechs, Chemnitz dreizehn in den ersten zwanzig Minuten.

Auch nach der Pause ließ die kämpferische Intensität nicht nach, die Baskets verteidigten aber besser als die Gäste und trafen die Dreier hochprozentig: Sieben Treffer bei zwölf Versuchen sind 58 Prozent, auf Chemnitzer Seite waren es drei von vierzehn (21 Prozent).

Im Angriff konnten sich die Baskets jederzeit auf Davion Mintz und Marcus Carr verlassen, die 33 der 42 Würzburger Zähler der zweiten Halbzeit erzielten. Carr warf per Dreier in der 25. Minute den ersten zweistelligen Vorsprung (52:42) heraus, zwei weitere Drei-Punkte-Treffer von Johnathan Stove sorgten dafür, dass der Zehn-Punkte-Abstand aucn nach dem dritten Viertel noch Bestand hatte.

Davon erholten sich die Gäste im Schlussviertel nicht mehr - im Gegenteil: Die nächsten acht Punkte von Carr und Mintz erhöhten den Vorsprung auf sechzehn Zähler (71:55, 33. Minute). Chemnitz steckte nicht auf, kleiner als neun Zähler (76:67, 38. Minute) wurde der Abstand aber nicht mehr, obwohl auf Seiten der Baskets die beiden Center Eddy Edigin und Charles Thompson in der Schlussphase mit fünf Fouls zum Zuschauen verurteilt waren. 


Fitness First Würzburg Baskets - NINERS Chemnitz 81:69
(19:15, 20:19, 24:19, 18:16)


Für Würzburg spielten:
Davion Mintz 28 Punkte/4 Dreier, Marcus Carr 23/3 (6 Assists), Charles Thompson 8, Johnathan Stove 6/2, David Muenkat 5/1, Lukas Herzog 3/1, Christian Skladanowski 3, Alen Pjanic 3, Eddy Edigin Jr., Leo Saffer, Christoph Philipps.

Top-Performer Chemnitz:
Kevin Yebo 15/1, Kostja Mushidi 12/1, Yordan Mintchev 10/2 (6 Rebounds), Corey Davis Jr. 10/2.

Key Stats:
Ballverluste: Würzburg 11 - Chemnitz 21
Punkte in der Zone: Würzburg 32 - Chemnitz 20
Dreierquote: Würzburg 44 Prozent - Chemnitz 25 Prozent


Stimmen zum Spiel


Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an meine Mannschaft zu diesem Sieg in einem schwierigen Spiel. Ich habe viel Respekt vor ihrem Team und ihrem Coach, sie spielen immer hart und physisch. Wir haben heute viel Konzentration und Einsatz gebraucht, vor allem in der Verteidigung, um diesen Sieg zu holen. Vielen Dank wieder einmal an unsere Fans, sie waren unglaublich und haben uns sehr viel Energie gegeben. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit einem Sieg aus der Länderspielpause gekommen sind. Wir haben die zwei Wochen genutzt, um zu regenerieren und sehr hart zu trainieren.“

Rodrigo Pastore, Headcoach NINERS Chemnitz:
„Erst einmal Glückwunsch an Würzburg zu einem sehr verdienten Sieg und auch Glückwunsch an Saša Filipovski zu seiner Vertragsverlängerung. Er macht hier einen tolln Job, nicht nur in dieser Saison, sondern seit er hier ist. Es ist eine sehr smarte Entscheidung des Managements, ihn länger zu verpflichten. Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft mit drei offensiv sehr gefährlichen Spielern antreten. Es ist uns gelungen, einen von ihnen zu kontrollieren, bei den anderen beiden ist uns das nicht gelungen. Davion Mintz im gesamten Spiel und Marcus Carr vor allem in der zweiten Halbzeit waren genug, um uns zu schlagen. Ich hatte erwartet, dass wir im Angriff viel besser spielen, aber Würzburg hat uns mit seiner Physis völlig aus dem Rhythmus und aus unserem System gebracht. Wir haben zu viel gedribbelt und uns zu sehr auf Eins-gegen-Eins-Situationen verlassen. Wir sind nicht so in die Zone gekommen und haben den Ring nicht so attackiert, wie wir es gerne gehabt hätten. Wir haben uns zu sehr auf die Würfe von außen verlassen, aber auch viele ganz offene Dreier sind nicht reingegangen. Aber die Mannschaft hat gekämpft und sich fast zwanzig zweite Chancen erarbeitet. Wir müssen uns verbessern. Nachdem jetzt die Spieler von den Nationalmannschaften wieder da sind und auch unsere Verletzten zurückkommen, müssen wir aus jeder Trainingseinheit das Maximum herausholen. Wir denken auch nicht, dass man mit nur elf Assists in der BBL erfolgreich sein kann. Wir müssen uns gegenseitig vertrauen und mehr als Team spielen, als wir es heute getan haben.“ 

FOTO: studiozudem.de / Viktor Meshko