ERST GEGEN CHEMNITZ, DANN NACH BERLIN UND BADALONA

Die entscheidende Phase der Saison beginnt für die Fitness First Würzburg Baskets mit drei Herausforderungen innerhalb von weniger als 97 Stunden. An diesem Freitag endet die Länderspielpause in der easyCredit BBL mit einem Heimspiel gegen die NINERS Chemnitz. Die Partie wird präsentiert von MERCATOR Leasing als „Sponsor of the Day“, Sprungball ist um 20 Uhr in der tectake ARENA. Die Begegnung wird für Abonnenten wie gewohnt live bei Dyn gezeigt, Kommentator ist Florian von Stackelberg, Tickets gibt es im Onlineshop und an der Abendkasse. 

Das Heimspiel des 22. BBL-Spieltags mit gleich acht Partien am Freitagabend zum Auftakt des Aktionsmonats „60 Jahre Basketball Bundesliga“ ist aber nur der Anfang: Am Sonntag um 16:30 Uhr treten die Baskets in der Berliner Max Schmeling Halle gegen ALBA BERLIN an, am Dienstag um 20:30 Uhr geht es in der Basketball Champions League bei Asisa Joventut Badalona in Spanien um die letzte Chance auf das BCL-Viertelfinale.

Der Fokus von Headcoach Sasa Filipovski und seiner Spieler gilt aber erst einmal dem Gegner im Heimspiel am Freitagabend. Das Hinspiel am 12. Dezember ging so deutlich aus wie keines der bisher elf BBL-Spiele zwischen den NINERS Chemnitz und den Fitness First Würzburg Baskets: Die Gäste zeigten in der Messe Chemnitz eine der stärksten Leistungen der Saison und setzten sich mit 86:67 durch. 11:0 Ballgewinne und 20 Fastbreak-Punkte machten den Unterschied aus, gleich fünf Baskets-Akteure punkteten zweistellig.

Da die NINERS die vier Begegnungen davor jeweils gewinnen konnten, liegen sie in der Gesamtbilanz mit 6:5 Siegen knapp vorne. In der tectake ARENA gab es bei bisher fünf Spielen erst zwei Würzburger Erfolge, der letzte ist mehr als drei Jahre her - Anfang Februar 2023 gelang ein knapper 77:74-Heimsieg.

Unterschätzen werden die Baskets den Kontrahenten aus Sachsen trotz des Hinspiel-Ergebnisses auf keinen Fall, denn der breit aufgestellte NINERS-Kader wurde Ende Januar mit dem erfahrenen US-Spielmacher Eric Washington verstärkt. Er ist einer von gleich sieben Spielern, die im Schnitt zwischen 8 und 16 Punkten pro Partie erzielen - Chemnitz stellt mit 86,2 Zählern im Schnitt den fünfbesten Angriff der Liga.

Topscorer der Sachsen sind die beiden Big Men Kevin Yebo (16,3 Punkte) und Amadou Sow (14,6/41 Prozent Dreierquote), die im Hinspiel zusammen mit dem starken Point Guard Corey Davis (11,9 Punkte/7,4 Assists) den besten Eindruck hinterließen. Beim Defensiv-Rating haben allerdings die Baskets die Nase deutlich vorne.

Sowohl die NINERS Chemnitz als auch die Baskets haben in der Liga fünf ihrer letzten zehn Begegnungen gewonnen. Den Unterschied zwischen Platz vier (Würzburg) und zehn (Chemnitz) macht bisher vor allem die Auswärtsbilanz aus: Die NINERS konnten nur drei ihrer zehn Auswärtsspiele gewinnen (Würzburg 5), zuletzt gelang ein knapper 105:100-Erfolg beim starken Aufsteiger in Trier.

Nach vier Playoff-Teilnahmen in Folge starteten die 99er in der Liga mit vier Siegen aus den ersten sechs Spielen stark in die Saison, verloren dann aber die nächsten vier Partien und außerdem alle fünf BBL-Begegnungen im Januar. Vor der Länderspielpause katapultierten sie sich mit drei Erfolgen im Februar aber zurück unter die Top 10 der Liga.

Auf europäischer Bühne hat das Team des argentinischen Cheftrainers Rodrigo Pastore das Achtelfinale im BKT EuroCup (9 Siege und 9 Niederlagen in Gruppe B) erreicht und tritt dort am 11. März bei Cedevita Olimpija Ljubljana - dem Heimatclub von Sasa Filipovski - an. Der FIBA Europe Cup-Sieger von 2024 muss in Slowenien gewinnen, um ins Viertelfinale einzuziehen. 

Foto: studiozudem.de / Viktor Meshko