DIE SERIE GEHT WEITER!! 82:70-HEIMSIEG GEGEN BONN

Zum dritten Mal in Folge haben die Fitness First Würzburg Baskets in den BBL-Playoffs mit einem Heimsieg in Spiel 4 einer Serie mit dem Rücken zur Wand ein entscheidendes fünftes Spiel erzwungen. Das gelang im Viertel- und im Halbfinale der vergangenen Saison, und es gelang am Pfingstsonntag erneut: Spiel 4 des Viertelfinales gegen Bonn ging in der tectake ARENA mit 80:72 an die Baskets.

Mit starker Verteidigung und den besseren Trefferquoten holte sich die Heimmannschaft bereits im ersten Viertel einen 20:12-Vorsprung, den die Gäste aus dem Rheinland im weiteren Spielverlauf nicht mehr aufholen konnten. Auch nach der Pause blieben die Schützlinge von Headcoach Sasa Filipovski konzentriert, konnten den Abstand auf 20 Zähler ausbauen (68:48) und damit live bei Dyn einen verdienten Heimsieg zum Ausgleich der Serie einfahren.

Alle zehn eingesetzten Spieler trugen sich in die Scorerliste ein, auf eine zweistellige Punkteausbeute kamen Davion Mintz (14), Alen Pjanic (13), Johnathan Stove (13) und Marcus Carr (13). Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fällt im fünften Viertelfinalspiel am Mittwochabend im Bonner Telekom Dome, Sprungball ist um 20:30 Uhr. Die Partie wird für Abonnenten wie gewohnt live bei Dyn übertragen, Kommentatoren sind Chris Schmidt und Kostja Mushidi.

Der Wille, es besser zu machen als zwei Tage zuvor bei der Crunchtime-Niederlage in Spiel 3 war bei den Baskets von der ersten bis zur letzten Sekunde zu spüren. Zwar erzielte Bonn die ersten sechs Punkte der Partie, davon ließen sich aber weder die Zuschauer noch die Würzburger Spieler beeindrucken. Davion Mintz startete einen fulminanten 16:3-Lauf der Gastgeber mit seinem ersten Treffer von der Dreierlinie, die Bonner bekamen fortan kaum noch einfache Abschlüsse. Folgerichtig lagen die Hausherren bereits nach den ersten zehn Minuten mit 20:12 vorne.

Einen Führungswechsel gab es im weiteren Spielverlauf nicht mehr, weil Mintz und Co. den Ball gut laufen ließen und aus allen Lagen besser trafen als die Rheinländer. Ein Dreier von Christian Skladanowski zu Beginn des zweiten Viertels machte den Abstand zum ersten Mal zweistellig (23:12). In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, sich durch einen 7:0-Lauf wieder auf 33:29 heranzukämpfen, dann traf Alen Pjanic für die Baskets den nächsten wichtigen Dreier.

In die Pause ging es beim Spielstand von 36:31, und auch im dritten Viertel blieben die Baskets, anders als noch in Spiel 3, an beiden Enden des Parketts hochkonzentriert und bauten ihre Führung durch einen 13:0-Lauf schnell auf 49:33 aus. Davion Mintz, der in der ersten Halbzeit wegen Foulproblemen nur sieben Minuten spielte, erzielte im dritten acht Punkte und traf zwei Dreier – einen mehr als Bonn in der gesamten zweiten Halbzeit (1/12).

Zu Beginn des Schlussabschnitts konnten die Baskets durch sieben Punkte in Folge den Abstand weiter erhöhen – Marcus Carr erzielte vier Zähler selbst und fand Alen Pjanic an der Dreierlinie, der sich diese Chance nicht nehmen ließ. Beim Spielstand von 68:48 war daher bereits in der 32. Minute mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste gaben danach noch einmal alles, um zurück ins Spiel zu kommen, die Baskets behaupteten ihren Vorsprung aber auch gegen eine aggressive Ganzfeldpresse souverän und konnten zusammen mit ihren Fans den Ausgleich in der Serie feiern.
 

Fitness First Würzburg Baskets – Telekom Baskets Bonn 82:70
(20:12, 16:19, 25:17, 21:22)

Für Würzburg spielten:
Davion Mintz 14 Punkte/4 Dreier, Alen Pjanic 13/2, Johnathan Stove 13/1 (6 Rebounds), Marcus Carr 13/1 (7 Assists), Brae Ivey 9/2 (3 Steals), Christian Skladanowski 4, Charles Thompson 3 (6 Rebounds/2 Blocks), Eddy Edigin 2, Lukas Herzog 1.

Top-Performer Bonn:
Joel Aminu 16/2 (5 Assists), Patrick Heckmann 9/1.

Key Stats:
Zweierquote: Würzburg 52 Prozent – Bonn 42 Prozent
Dreierquote: Würzburg 37 Prozent – Bonn 16 Prozent
Assists: Würzburg 16 – Bonn 12
Ballverluste: Würzburg 12 – Bonn 15


Stimmen zum Spiel


Davion Mintz, Fitness First Würzburg Baskets:
„Wir mussten heute gewinnen, das ist alles. Wir sind bereit für Spiel 5. Die Botschaft unseres Trainers war: Zeigt eure beste Seite. In den Playoffs können die Spiele auch häßlich werden, es ist nicht immer der schönste Basketball. Das einzige was zählt ist jetzt ein Sieg am Mittwoch in Bonn, egal wie.“

Alen Pjanic, Fitness First Würzburg Baskets:
„Die Aggressivität und die Physis, die wir von Anfang an gezeigt haben, hat uns in den beiden Spielen gefehlt, die wir verloren haben. Heute war das Wichtigste, alles reinzuwerfen. Was dabei rumkommt, hat man gesehen: Gute Stops und viel Energie, die brauchen wir auch für unser Spiel. Wir werden auch am Mittwoch wieder alles geben, und dann warten wir mal ab, was passieren wird.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an mein Team und meinen Trainerstab. Vielen Dank an unsere Fans, sie haben uns heute eine fantastische Atmosphäre gegeben. Meine Spieler haben heute ihr Herz auf dem Spielfeld gelassen. Wir haben in dieser Saison schon mehrmals gezeigt, dass wir stark spielen und Spiele gewinnen können, wenn es darauf ankommt. Wir haben wieder eine gute erste Halbzeit gespielt und dann im dritten Viertel die Fehler nicht wiederholt, mit denen wir Bonn am Freitag ein schnelles Comeback ermöglicht haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit weiter stark verteidigt. Nicht so gut war, dass Bonn in der zweiten Halbzeit 13 Offensivrebounds bekommen hat. Aber insgesamt bin ich sehr glücklich und zufrieden, wir werden im fünften Spiel wieder unser Bestes geben.“

Marko Stankovic, Headcoach Telekom Baskets Bonn:
„Glückwunsch an Würzburg, an die Mannschaft und an den Trainerstab für einen sehr verdienten Sieg. Es war ein Do-or-Die-Spiel für sie, und so haben sie auch gespielt. Wir haben das für 25 bis 30 Minuten nicht getan. Als wir dann mit 20 Punkten hinten lagen, haben wir angefangen zu kämpfen, das war aber zu spät. Würzburg war heute in allen Aspekten des Spiels besser. Die Serie ist jetzt wieder ausgeglichen, beide Mannschaften sind von ihren Qualitäten her auf Augenhöhe. Wir sind froh, dass wir uns in der regulären Saison den Heimvorteil im fünften Spiel gesichert haben. Der Heimvorteil wird uns das Spiel am Mittwoch aber nicht gewinnen. Wir müssen unseren Job machen und besser als Würzburg spielen, um in die nächste Runde zu kommen.“ 

FOTO: studiozudem.de / Viktor Meshko