CHANCENLOS NACH EINER SCHWACHEN ERSTEN HALBZEIT

Die Fitness First Würzburg Baskets haben im Kampf um die Playoff-Plätze der easyCredit BBL einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Beim SYNTAINICS MBC lag das Team von Headcoach Sasa Filipovski am Sonntagnachmittag nach einer schwachen ersten Halbzeit beim Seitenwechsel mit 25 Punkten in Rückstand und unterlag in der Stadthalle Weißenfels am Ende deutlich mit 52:83 (19:44).

Die Gastgeber starteten trotz ihrer beiden Europapokal-Partien am Mittwoch und Donnerstag mit sehr viel Energie an beiden Enden des Spielfeld und starken Trefferquoten in die Partie. Nach knapp sechs Minuten lagen die Baskets bereits zweistellig hinten, daran änderte sich im weiteren Verlauf des Spiel nichts mehr. Die Wölfe konnten ihren Vorsprung live bei Dyn zwischenzeitlich auf 34 Punkte ausbauen und kamen zu einem ungefährdeten fünften BBL-Heimsieg in Folge.

Die drei Topscorer der Partie stellte der MBC: Khyri Thomas (22 Punkte), Spencer Reaves (17) und Charles Callison (15) erzielten zusammen 54 Punkte und damit zwei mehr als die Baskets. Auf Würzburger Seite trafen nur Marcus Carr (14) und Brae Ivey (11) zweistellig.

Trotz der Niederlage haben die Fitness First Würzburg Baskets die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale aber weiter in der eigenen Hand: In den beiden verbleibenden Heimspielen am 2. Mai um 18:30 Uhr gegen Ulm und am 10. Mai um 16:30 Uhr gegen Ludwigsburg treffen sie auf zwei direkte Konkurrenten für einen Platz unter den besten sechs Teams. Tickets für beide Heimspiele gibt es im Onlineshop.

Die Geschichte des Spiels ist relativ schnell erzählt: Die Baskets konnten bei ihren ersten sechs Abschlüssen, darunter zwei zweite Chancen, nicht punkten. Als Davion Mintz in der 3. Minute die ersten Würzburger Punkte erzielte, lagen er und seine Teamkollegen daher bereits mit 7:0 in Rückstand. Auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels taten sich die Gäste schwer, sich gegen die Weißenfelser Defensive gute Wurfchancen herauszuspielen – ihre nächsten sechs Punkte erzielten sie an der Freiwurflinie.

Den zweiten Treffer aus dem Feld markierte Marcus Carr nach einem Offensivrebound erst kurz vor Ende des ersten Viertels von der Dreierlinie. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Baskets bereits mit 17 Zählern im Rückstand, das erste Viertel endete schließlich nach einem Korbleger von MBC-Topscorer Khyri Thomas beim Spielstand von 27:11.

Das Momentum blieb auch danach weiter auf Seiten der Gastgeber, die im zweiten Abschnitt nur acht Würzburger Punkte zuließen. Die ersten Baskets-Zähler in Viertel Nummer zwei erzielte David Muenkat per Dreier und Korbleger erst in der 17. Minute zum 36:16. Kleiner als diese zwanzig Punkte sollte der Abstand in diesem Spiel nicht mehr werden, im Gegenteil: Der SYNTAINICS MBC konnte den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 44:19 ausbauen.

Nach der Pause hielten die Baskets zwar insgesamt besser dagegen, konnten gegen die weiter mit viel Energie und Selbstvertrauen agierenden Hausherren aber keine Aufholjagd starten. Das dritte Viertel startete mit den Würzburger Ballverlusten Nummer 12 und 13, in der 12. Minute war der Abstand daher auf mehr als 30 Zähler angewachsen (51:19).

Für den größten Vorsprung der Gastgeber sorgte Khyri Thomas mit einem Dreier zum 60:26 in der 24. Minute, damit war die Partie frühzeitig entschieden. Das akzeptierte auch Baskets-Headcoach Sasa Filipovski, der im weiteren Verlauf des Spiels fast durchgehend Lukas Herzog, Marko Petric und im vierten Viertel auch Leo Saffer einsetzte.

„Wir haben im Heimspiel gegen Bayern München sehr viel Energie gelassen. Diese Energie und Toughness haben uns heute gefehlt, wir haben sehr schlecht gespielt“, sagte Filipovski nach dem Spiel: „In den letzten drei Spielen haben wir aber alles noch in der eigenen Hand und müssen unser Bestes geben.“ 
 

SYNTAINICS MBC – Fitness First Würzburg Baskets 83:52
(27:11, 17:8, 21:19, 18:14)

Für Würzburg spielten:
Marcus Carr 14 Punkte/4 Dreier, Brae Ivey 11, David Muenkat 9/2, Eddy Edigin Jr. 6, Davion Mintz 6, Leo Saffer 2, Alen Pjanic 2, Charles Thompson 2, Christian Skladanowski, Lukas Herzog, Marko Petric, Johnathan Stove.

Top-Performer Weißenfels:
Khyri Thomas 22/4, Spencer Reaves 17/3, Charles Callison 15/2.

Key Stats:
Trefferquote aus dem Feld: Würzburg 30 Prozent – Weißenfels 55 Prozent
Dreierquote: Würzburg 30 Prozent – Weißenfels 52 Prozent
Assists: Würzburg 9 – Weißenfels 21


Stimmen zum Spiel


Lukas Herzog, Fitness First Würzburg Baskets:
„Bei uns war heute von der ersten Sekunde an die Energie nicht da, deswegen haben wir verdient verloren. Das war wahrscheinlich eine unserer schlechtesten Saisonleistungen. Das müssen wir abhaken, die Köpfe oben behalten und nach vorne schauen. Wir haben noch drei wichtige Spiele, um in die Playoffs zu kommen. Und mit Ulm und Ludwigsburg haben wir zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten zuhause.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an den MBC, sie haben heute sehr stark gespielt. Wir haben im Heimspiel am Donnerstag gegen Bayern München sehr viel Energie gelassen. Diese Energie und Toughness haben uns heute gefehlt, und wir haben sehr schlecht gespielt. Deswegen noch einmal Glückwunsch an Coach Bogicevic, ich wünsche dem MBC alles Gute. Wir müssen nach dieser Niederlage zurückkommen. Wir haben in den letzten drei Spielen alles noch in der eigenen Hand und müssen unser Bestes geben.“

Milenko Bogicevic, Headcoach SYNTAINICS MBC:
„Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an die Spieler. Ich denke, das war zweifellos unser bestes Defensivspiel, und ich möchte ihnen von ganzem Herzen gratulieren. Sie haben von Beginn an genau so gespielt, wie wir es uns seit meiner Ankunft hier gewünscht haben – genau so müssen wir immer spielen. Auch in der Offensive haben wir Qualität – es war nicht einfach, nach dem ENBL Turnier diese Energie aufzubringen. Wir hatten in den letzten Tagen viele Spiele. Glückwunsch an sie, Glückwunsch an die Fans und noch einmal ein großes Dankeschön an die Leute, die gekommen sind, um uns zu unterstützen. Wir spielen weiter und kämpfen um den Einzug in die Play-Ins, denn das war unser ursprüngliches Ziel. Lasst uns weitermachen, wir werden unser Bestes geben und mit ganzem Herzen spielen.“ 

FOTO: Andreas Bez