Das war alles andere als ein guter Start ins Jahr 2010 für die Würzburg Baskets: Beim Nürnberger BC setzte es am Samstag vor rund 1.300 Zuschauern eine mit 68:84 (31:33) auch in der Höhe verdiente Niederlage. „Wir hatten viel zu viele unnötige Ballverluste, haben aber auch wegen unserer schlechten Verteidigung verloren“, sagte Baskets-Neuzugang Brandon Watkins, der mit 25 Punkten und 6 Korbvorlagen einen guten Einstand feierte.
Leider war der neue Würzburger Spielmacher vier Tage vor seinem 29. Geburtstag der einzige, der dem Nürnberger Offensiv-Feuerwerk in der 2. Halbzeit etwas entgegenzusetzen hatte. „Wir haben es im Angriff einfach nicht geschafft, unsere Stärken auszuspielen“, suchte Christoph Henneberger nach Erklärungen für die schwache Vorstellung der Baskets nach der 23. Spielminute. Bis dahin war alles im grünen Bereich: Zwar starteten die Schützlinge von Trainer Berthold Bisselik sehr nervös und hektisch und liefen in der gesamten ersten Halbzeit einem Rückstand hinterher. „Wir haben viel zu spät Ordnung hineinbekommen. Das hat Nürnberg stark gemacht. Trotz unserer mäßigen Vorstellung waren wir zur Halbzeit aber noch dran“, sagte Bisselik. Kurz vor dem Seitenwechsel verkürzten die Baskets einen Acht-Punkte-Rückstand mit einem 7:0-Lauf auf 32:31.
Nach der Pause lief es noch besser: Mit einem 10:2-Lauf holten sich die Baskets mit 41:35 ihre höchste Führung des Spiels und zwangen Gäste-Coach Derrick Taylor zu einer Auszeit. „Da hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Danach haben wir versucht, in der Offensive mit Einzelaktionen erfolgreich zu sein. Und in der Verteidigung haben uns Bastian Doreth und Will Chavis ganz schlecht aussehen lassen“, so Bisselik. Nach der Auszeit seines Trainers übernahm zuerst Chavis das Kommando und glich fast im Alleingang zum 44:44 aus. Dann traf Bastian Doreth zwei Dreier in Folge zum 52:46 in der 28. Minute. Und weil beide Nürnberger Aufbauspieler auch immer wieder den starken Claudio Ceccotti unter dem Korb gut in Szene setzen konnten, zogen die Hausherren Punkt um Punkt davon.
Bis zur 32. Minute erzielten die Nürnberger, mit zunehmendem Spielverlauf immer müheloser, 30 Punkte, während den Baskets im gleichen Zeitraum ganze acht Zähler gelangen. Beim Stand von 65:49 war die Partie entschieden, von Gegenwehr der Baskets nicht mehr viel zu spüren. Berthold Bisselik ärgerte sich nicht nur über die 23 Ballverluste seiner Spieler: „Wir haben auch zuviele Rebounds abgegeben und zu viele Körbe von Ceccotti und Doreth zugelassen. Gratulation an Nürnberg, sie haben ein starkes Spiel gemacht und verdient gewonnen.“
Nürnberger BC - Würzburg Baskets 84:68 (33:31)
Spielfilm:
7:3 (4. Spielminute), 15:13 (9.), 25:19 (14.), 33:33 (21.), 35:41 (23.), 44:44 (26.), 65:49 (32.), 74:56 (37.), 84:68 (Endstand).
Würzburg Baskets:
Brandon Watkins 25 Punkte/3 Dreier (7 Rebounds, 6 Assists), Jorge Schmidt 13/4, Daniel Cioffi 8/1, Monty Rogers 8, Christoph Henneberger 6/2, Lars Buss 5, Dominik Schneider 2, Chris Heinrich 1.
Nürnberger BC:
Claudio Ceccotti 20, Bastian Doreth 17/4 (11 Assists), Will Chavis 17/2, Dennis Ogbe 9, Martin Ides 9 (9 Rebounds), Juan Reile 4/1, Gene Hagner 3/1, Robinson Louisme 3, Mario Göhring 2.

