BAMBERG GEWINNT AUCH DAS ZWEITE FRANKENDERBY

Die Fitness First Würzburg Baskets haben zum Auftakt der Rückrunde der easyCredit BBL auch das zweite Frankenderby gegen die BMA365 Bamberg Baskets verloren. 3.140 Zuschauende in der restlos ausverkauften tectake ARENA sahen eine ausgeglichene erste Halbzeit (42:43), dann übernahmen die Bamberger im dritten Viertel zusehends die Kontrolle über das Spiel. Der Tscheche Richard Balint erzielte im dritten Abschnitt 15 Punkte und versenkte live bei Dyn vier Drei-Punkte-Würfe. Durch einen 13:0-Lauf setzten sich die Oberfranken in dieser Phase vorentscheidend ab und kamen am Ende zu einem 80:98-Erfolg.

Topscorer der Partie war Davion Mintz mit 22 Zählern, auf Würzburger Seite punkteten außerdem Brae Ivey (20) und David Muenkat (10) zweistellig. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht mehr genug Energie, waren nicht mehr konzentriert genug und haben auch das Selbstvertrauen verloren“, sagte Headcoach Sasa Filipovski nach dem Spiel. Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets bereits am Dienstagabend um 19 Uhr in der Basketball Champions League. Dann ist mit Joventut Badalona aus Spanien der Spitzenreiter der Gruppe K in der Turnhölle zu Gast. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Würzburger Cameron Hunt, der in Badalona an der Seite der spanischen Basketball-Legende Ricky Rubio spielt. Tickets aller Kategorien für diese Partie gibt es im Onlineshop. 

Die ersten zwanzig Spielminuten erinnerten mit Läufen beider Kontrahenten und elf Führungswechseln an das Hinspiel zwei Wochen zuvor. Die Würzburger Baskets starteten dieses Mal aber besser: Zweimal Davion Mintz, Marcus Carr und David Muenkat trafen von der Dreierlinie und sorgten für eine 14:9-Führung der Heimmannschaft in der 6. Minute. Auch Brae Ivey hatte sein Visier gut eingestellt und traf von außen zum 17:14, nachdem Bamberg zwischenzeitlich wieder ausgeglichen hatte.

Nach dem ersten Viertel lagen die Unterfranken mit 22:19 vorne und trafen im zweiten Abschnitt drei weitere Drei-Punkte-Würfe (8 von 20 in der ersten Halbzeit - 40 Prozent). Das Problem in der Offensive war vor der Pause die fehlende Durchschlagskraft in der Zone - nur 4 von 14 Versuchen aus dem Zweierbereich waren erfolgreich, weil EJ Onu (3 Blocks in der ersten Halbzeit) und seine Bamberger Kollegen in Brettnähe physisch und erfolgreich verteidigten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitt ging es in diesem Stil weiter: Das Heimteam konnte sich durch zwei Dreier von Brae Ivey erst auf 30:24 absetzen. In der 17. Minute hatten die Gäste den Spielstand aber wieder gedreht: Ibi Watson traf zwei Freiwürfe zum 36:37, den knappen Vorsprung verteidigten die Gäste bis zum Seitenwechsel (42:43).

In die zweite Halbzeit startete Bamberg mit drei Freiwurf-Treffern von Richard Balint, der sich dadurch offenbar das nötige Vertrauen in seinen Wurf holen konnte: Der tschechische Scharfschütze versenkte in den folgenden vier Minuten vier Drei-Punkte-Würfe bei einem 20:3-Lauf der Oberfranken, mit dem sie sich eine 51:68-Führung herauswerfen konnten.

Die Fitness First Würzburg Baskets konnten den Abstand bis zur letzten Viertelpause unter anderem durch zwei Korbleger von Lukas Herzog zwar auf 60:72 verkürzen, in den ersten gut vier Minuten des Schlussabschnitts machten die Gäste dann am defensiven Ende des Spielfelds alle klar: Die ersten Würzburger Punkte im vierten Viertel erzielte Davion Mintz in der 35. Minute von der Freiwurflinie, zuvor hatte Bamberg sich auf 60:84 abgesetzt und damit die Partie frühzeitig entschieden.

Mintz und Co. gelangen in der verbleibenden Spielzeit zwar noch weitere 18 Punkte, die Gäste aus Oberfranken hatten aber immer eine Antwort und ließen sich den den deutlichen Auswärtssieg nicht mehr nehmen. 

Fitness First Würzburg Baskets - BMA365 Bamberg Baskets 80:98
(22:19, 20:24, 18:29, 20:26)


Für Würzburg spielten:
Davion Mintz 22 Punkte/4 Dreier, Brae Ivey 20/4 (6 Rebounds), David Muenkat 10/2, Johnathan Stove 7/1, Marcus Carr 7/1, Charles Thompson 6, Lukas Herzog 4, Eddy Edigin Jr. 4, Christian Skladanowski.

Top-Performer Bamberg:
Cobe Williams 20/3, Richard Balint 17/4, Ibi Watson 1271 (9 Rebounds/4 Assists).


Key Stats:
Dreierquote: Würzburg 35 Prozent - Bamberg 52 Prozent
Freiwürfe: Würzburg 18 von 20 - Bamberg 29 von 31
Rebounds: Würzburg 30 - Bamberg 37


Stimmen zum Spiel

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an Bamberg zu einem verdienten Sieg, sie waren die bessere Mannschaft. Wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht mehr genug Energie und waren auch nicht mehr konzentriert genug. Und dann haben wir auch das Selbstvertrauen verloren. Wir wussten, dass es durch die Qualifikation für die nächste Runde in der Champions League und dem Spielplan mit vielen Reisen schwierig werden würde. Meine Spieler sind keine Roboter. Jetzt müssen wir bis zum nächsten Spiel am Dienstag gegen Badalona so gut wie möglich regenerieren.“

Anton Gavel, Headcoach BMA365 Bamberg Baskets:
„Glückwunsch an meine Spieler zu diesem Auswärtssieg, mit dem wir in die Rückrunde starten konnten. Beide Teams haben sich erst vor zwei Wochen gesehen, und es ist nie einfach, hier in Würzburg zu spielen. Es war wichtig, dass wir im dritten und vierten Viertel in der Defensive die Stopps bekommen haben, und vorne haben wir wichtige Würfe getroffen. Zwischendurch haben wir kurze Zeit gegen die Press-Verteidigung etwas panisch gespielt, ansonsten war es heute gut. Wir sind froh, dass wir den Sieg hier holen konnten.“ 

FOTO: studiozudem.de / Viktor Meshko